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Pfingstwanderfahrt 2001: Unfrisiert und fern der Heimat ....

Die traditionelle Pfingstwanderfahrt führte uns 2001 über 66 km von Zell bis nach Oberfell durch den landschaftlich besonders schönen mittleren Teil der Mosel. 21 wackere Teilnehmer trotzten Wind, Wetter, Strömung und Schleusen:

Gruppe_01.jpg

Sabine Albertz
Eva Bernhard
Meike Ferlemann
Gerhard und Ursel Freising
Hermine und Rüdiger Fusenig
Uli und Hilde Jürchott
Andreas Knapp
Rolf und Ute Linn
Edwin Marx
Natalie Pohl
Frank und Fu-Lan Sander
Mechthild und Thomas Schürmeyer
Gabi und Günther Sigmund
Peter Theobald

Einsetzen_01.jpgAm Samstagmorgen, den 2. Juni, ging es mit dem Auto zum Ruderverein Zell. Dort wurden Christel, Confusio, Marienburg und Sperber aufgeriggert und nachdem jedes Boot mit Enterhaken, Proviant und Vereinsfahne (die man nicht zu Hause vergessen darf !) ausgestattet worden war, ging die große Fahrt los. Die erste Etappe führte uns vorbei an Bullay und Neef bis zum Hafen von Senheim. Schon am Morgen hatte es leicht genieselt, aber nun schickte uns Petrus bei etwa 15 Grad Celsius auch noch heftige Regenschauer. Vor allem das lange Warten vor der Bootsschleuse in St. Aldegrund war nichts für Warmduscher, Handschuh- und Sitzkissenruderer. Trotzdem waren alle guter Dinge und heilfroh, als sie die enge Schleuse hinter sich hatten.
Weinstube_01.jpgAls wir gegen 17.00 in Senheim eintrafen, wartete an Land schon Rüdiger Fusenig auf uns, um die Fahrer mit seinem Auto zurück nach Zell zubringen. So konnte die ganze Gruppe nach Treis transportiert werden, wo Hermine Fusenig für zwei Nächte eine Pension ausfindig gemacht hatte. Aufgewärmt von einer heißen Dusche ging es zu Fuß zum Abendessen in die Weinstube Wingertsbrünnchen. Vor allem der Moselwein (Stichwort: Weinprobe) ließ uns die Kälte des Tages vergessen.

Am Morgen des zweiten Tages ging es zunächst zurück nach Senheim, um die Fahrt bis nach Treis fortzusetzen. Das Thermometer kletterte zwar auch nicht über 15 Grad, aber dafür zeigte sich ab und zu, wenn auch nur ganz kurz, die Sonne. Inzwischen eingerudert, kamen wir flott voran. Nur an der Schleuse Fankel mussten wir wieder über eine Stunde warten. Kurz bevor es dann endlich soweit war und wir, da die Bootsschleuse außer Betrieb war, mit einem Schubschiff in die große Schleuse sollten, rammte eine Motorfreizeitsportler die Confusio, die an dem Kai vor der Schleuse festgemacht hatte. Die Aufregung und das Durcheinander waren groß. Gottseidank hielt sich der Schaden an der Confusio in Grenzen und die Mannschaft konnte die Fahrt mit dem Boot fortsetzen. Es dauerte allerdings noch zwei Stunden, bis wieder Platz in der Schleuse war und die Confusio und Marienburg die anderen Boote, die schon vorausgefahren waren, einholen konnten. Treffpunkt war die Anlegestelle des Cochemer Ruderclubs. Aber auch dieses Erlebnis konnte die Stimmung nicht drücken. Ganz im Gegenteil, nach dem starken Wind am Mittag, kam am späten Nachmittag sogar die Sonne zum Vorschein und das „Frauenboot“ sang, als wir in Treis ankamen, ihr selbst gedichtetes Lied:

Ruderboot_01.jpgUnfrisiert und fern der Heimat,
Ungeschminkt und bargeldlos,
Nasse Kleider und kein Handy,
Rudern wir in einem Boot.

Dieses Lied wurde nur noch übertroffen durch das Gute Nachtlied für Thomas Schürmeyer auf dem Heimweg von der Weinstube Burg Eltz in Karden, in der wir den Tag fröhlich ausklingen ließen.

Am dritten Tag klappte dann aber alles wie am Schnürchen. Es gab keinen Regen mehr, die Schleuse in Müden konnten wir schnell passieren und schon nach kurzer Zeit kamen wir nach 16 km in Oberfell an. Dort feierten wir das Gelingen der Wanderfahrt mit Campari-Orange und kleinen Häppchen. Ein schöner Abschluss! Ein Hoch auf unseren Wanderruderwart und alle die mitgeholfen haben !

Andreas Knapp